Verlässliches Heimatunternehmen

Mitglieder erfreut gutes Ergebnis bei Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG


Kemnath. (mez) Der scheidende Vorsitzende des Aufsichtsrates Hubert Kellner bezeichnete eingangs die zahlreiche Teilnahme der von den Mitgliedern gewählten Vertreterinnen und Vertretern in der Mehrzweckhalle als einen Erfolgsfaktor jeder demokratischen Genossenschaft. Vorstand Geyer verdeutlichte, dass die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region ist.
 
Nach einem Totengedenken ging der Vorstandssprecher der Bank Joachim Geyer auf den Bericht der Geschäftsführung über das abgelaufene Geschäftsjahr ein (ausführlicher Bericht folgt). Das genossenschaftliche „Heimatunternehmen“ bietet seinen Kunden zehn Geschäftsstellen und insgesamt zwölf Geldautomaten jeweils vor Ort an, so der Redner. Knapp 130 Mitarbeiter haben einen sicheren, zukunftsorientierten und heimatnahen Arbeitsplatz, als Ausbilder ermöglicht man zudem vier jungen Menschen eine abwechslungsreiche Ausbildung mit Perspektive. Auch als Investor stärkte die Bank mit einer Million Euro an Investitionen und Projekten die heimische Wirtschaft und sicherte damit wiederum Arbeitsplätze in der Region.
 
Über 10.000 Mitglieder und rund 26.000 Kunden schätzen und achten die Stärken, Kompetenzen und die Fairness ihrer Berater, bei denen sich der Vorstand und Aufsichtsrat ebenso an diesem Abend bedankte. Der scheidende Aufsichtsratschef Hubert Kellner bestätigte zudem, dass der Aufsichtsrat sich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung der Bank regelmäßig hat berichten lassen. Auch der Prüfungsverband des bayerischen Genossenschaftsverbandes hat den Jahresabschluss und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung geprüft und uneingeschränkt bestätigt.
 
Kellner verlas dabei das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung gemäß Genossenschaftsgesetz. Er bestätigte darin, dass der Bericht keine wesentlichen Feststellungen oder Beanstandungen enthält. Die folgenden Tagesordnungspunkte wurden durch den Oberrevisor Michael Kippes vom Genossenschaftsverband Bayern durchgeführt. Dieser ließ über den Jahresabschluss abstimmen, führte ebenso einstimmig die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie abschließend die Wahlen zum Aufsichtsrat durch.
 
Mit der diesjährigen Vertreterversammlung scheiden die Aufsichtsräte Dr. Bernhard Schäfer, Martin Wolf und Hubert Kellner aus dem Gremium aus, wobei nur Martin Wolf turnus- und satzungsgemäß wiedergewählt werden konnte, da die beiden anderen Mitglieder altersbedingt ausscheiden. Das Aufsichtsratsgremium der Bank besteht zukünftig aus Johannes Reger (Erbendorf), Josef Birkner (Kemnath), Thomas Benkler (Neusorg), Paul Reichenberger (Grafenwöhr), Alois Lehner (Kirchenthumbach) sowie Martin Wolf (Immenreuth).
  
Über Änderungen der Genossenschaftssatzung informierte Vorstand Robert Haubner, welche überwiegend redaktioneller Natur waren oder auf die Änderungen des Genossenschaftsgesetzes beruhten.  Zur Vorbereitung erhielten alle Vertreter bereits mit der Einladung eine Übersicht über die geplanten Änderungen, denen sie ebenso einstimmig in der Vertreterversammlung zustimmten. Es wurde vor allem darin der Unternehmenszweck um die Bereiche Immobiliengeschäfte erweitert.
 
Auch der Wahlturnus und die Zahl der Vertreter wurde fusionsbedingt noch geändert. Die Anzahl der Mitglieder für die ein Vertreter zu wählen ist, wurde von bisher 70 auf 120 Mitglieder erhöht. Vorstand Herbert Meier leitete den Tagesordnungspunkt Wahlen zum Wahlausschuss. Der Wahlausschuss besteht zukünftig aus Vorstand Robert Haubner, Aufsichtsrat Johannes Reger, sowie den Vertretern Maria Weiß, Heidi Stopfer-Wilterius, Timo Schön, Leonhard Schleicher sowie Petra Schuster.
 
Vorstand Thomas Keck ging in einem Kurzreferat auf zeitgemäßes Sparen trotz Niedrigzinsen auf Spareinlagen und Tagesgelder ein. Er erinnerte dabei auch an eine Inflationsrate zwischen jährlich einem bis zwei Prozent, die das Vermögen jährlich sogar schmelzen lässt. Wir können unser Geld nicht mehr wie zu Zeiten unserer Großeltern anlegen, legte der Vorstand seinen Zuhörern seine Botschaft nahe. Als Beispiel nannte Thomas Keck den Schatzbrief der Allianz, den er für konservative Anleger empfahl, die ihr Geld flexibel und mit einer guten Verzinsung für mindestens drei Jahre anlegen wollen.
 
Weiter ging der Redner auf das im Volksmund als sogenannte Betongold ein. Durch den Kauf eines offenen Immobilienfonds erhält man eine jährliche Rendite über rund 2,50 Prozent, wobei der Fond mindestens vier bis fünf Jahre gehalten werden sollte. Als dritte Säule empfahl der Redner einen Aktienfonds mit einem monatlichen Sparplan. Wer die letzten zehn Jahre den Aktienfonds Uni-Global von der Union Investment bespart hat, erzielte eine stolze Rendite von 9,90 Prozent pro Jahr, betonte Keck.
 
Der zweite Bürgermeister der Stadt Kemnath Hermann Schraml lobte in seinem Grußwort das Bekenntnis der Genossenschaft zur Region, dass auch durch die zahlreichen Spenden an Vereine und örtliche Institutionen immer wieder zum Ausdruck kommt. In jeweils einer kurzen Laudatio bedankte sich der Oberrevisor Michael Kippes unter dem Applaus der vielen Zuhörer an diesem Abend bei den ausscheidenden Aufsichtsräten Hubert Kellner und Dr. Bernhard Schäfer.