Geschäftsentwicklung

Kemnath. (mez) Über die Geschäftsentwicklung berichtete der Vorstandssprecher Joachim Geyer bei der diesjährigen Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG (wir berichteten). Trotz des niedrigen Zinsniveaus konnte der Vorstand von guten Ergebnissen berichten. Zudem unterstütze die Bank wieder soziale und caritative Einrichtungen und Vereine in der Region.
 
Mittlerweile sind 10.132 Personen mit über 40.000 Geschäftsanteilen Mitglied der regionalen Genossenschaft, womit nahezu jeder dritte Einwohner in unserem Geschäftsgebiet Mitglied ist, so Geyer eingangs. Die Idee und die Werte einer Genossenschaft sind somit nach wie vor attraktiv. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder belaufen sich zum Bilanzstichtag auf knapp über acht Millionen Euro. Die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG präsentierte sich erneut als verlässlicher Partner vor Ort und in der Region.
 
Die Bilanzsumme hat sich um 14 Millionen Euro auf 470 Millionen Euro erhöht. Das im Vorjahr prognostiziere Wachstum hat damit die Planungen mehr als übertroffen. Die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG nimmt im Ranking der Oberpfälzer Genossenschaftsbanken die Rangstelle 11 von insgesamt 26 Banken ein und im Ranking der Bayerischen Genossenschaftsbanken die Rangstelle 99 von insgesamt 236 Banken, also im gesunden Mittelfeld der Größenklassen.
 
Das betreute Kundenvolumen Aktiv und Passiv bei den Verbundpartnern beträgt mittlerweile stolze 893 Millionen Euro, so Geyer. Die bilanziellen Forderungen an Kunden wuchsen auf über 212 Millionen Euro an, was ein prozentuales Plus in Höhe von 3,70 Prozent ausmacht. Das Kreditwachstum bezeichnete Geyer als gesund und organisch gewachsen. Der Vorstand konnte erfreulicherweise über keine nennenswerte Forderungsausfälle in den letzten Jahren berichten.
 
Im Rahmen einer Wachstumsoffensive für Baufinanzierungen bietet die Bank neue Produkte wie einen Zinslangläufer mit einer Zinsfestschreibung bis zu 15 Jahre an. Wir sind ein verlässlicher Finanzierungspartner rund um das Thema Wohnen, betonte der Vorstand. Wir bieten keine Finanzierungen von der Stange an, sondern erarbeiten zusammen mit den Bauherren individuelle Finanzierungspakete genau zugeschnitten auf deren Bedürfnisse.
 
Die Eigenanlagen der Bank betragen zum Bilanzstichtag 214 Millionen Euro und bewegen sich auf dem gleichen Niveau wie das Kundenkreditvolumen. Bei den Sachanlagen wurden Investitionen in Höhe von einer Millionen Euro getätigt, davon  entfielen rund 800.000 Euro im Jahr 2018 auf eine Neuinvestition in die Raiffeisen-Markt Waren GmbH bei der Erweiterung der Siloanlage im Gewerbepark Erbendorf. Die Kundeneinlagen betragen 393 Millionen Euro, eine Steigerung um satte 4,50 Prozent. Anleger vermeiden nach wie vor langfristige Geldanlagen und bevorzugen liquide Anlageformen.
 
Eine solide Eigenkapitalausstattung ist nicht nur wichtig zur Erfüllung von europäischen Richtlinien, sondern auch für das Vertrauen in unsere Bank, leitete der Vorstand zur wichtigsten Bilanzposition über. Er stellte fest, dass alle derzeitigen und mittelfristigen Eigenkapitalforderungen problemlos erfüllt werden können. Das erwirtschaftete und versteuerte Eigenkapital der Genossenschaft beträgt mittlerweile über 35 Millionen Euro und stieg alleine in den letzten fünf Jahren um rund sieben Millionen Euro an.
 
Bei der Gewinn- und Verlustrechnung macht sich das seit Jahren andauernde niedrige Zinsniveau wieder bemerkbar. Bei der Provisionsspanne liegt man erfreulicherweise über dem Niveau des Durchschnitts der Bayerischen Genossenschaftsbanken. Ein signifikanter Ausdruck, dass unsere Kunden ihre Genossenschaft als komplette Hausbank nutzen, was nicht zuletzt das Ergebnis der jahrelangen kompetenten und vertrauensvollen Kundenbetreuung unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, so Joachim Geyer.
 
Nach einer Vorwegzuweisung in die gesetzlichen und freien Rücklagen schlug Joachim Geyer den Vertretern eine Dividende in Höhe von einem Prozent vor auf die eingezahlten Geschäftsguthaben. Unter  Berücksichtigung des Mitgliederbonus erzielen wir für unsere treuen Mitglieder somit aktuell eine Durchschnittsrendite von stattlichen 3,10 Prozent. Je nach Intensität der Geschäftsbeziehung kann diese Rendite sogar bis zu 10,50 Prozent betragen, machte der Vorstand Werbung für das Mitglieder-Bonus-Programm.
 
Die Steuerlast alleine aus der Einkommens- und Ertragssteuer sowie den sonstigen Steuern betrug rund 630.000 Euro. Darin sind Gewerbesteuerzahlungen an unsere Städte und Gemeinden im Geschäftsgebiet über insgesamt 260.000 EUR enthalten. Wie in jedem Jahr stellt die Bank wieder erhebliche Beiträge, zum Beispiel zur Förderung der Kultur oder für die Vereins- und Jugendarbeit zur Verfügung. In 2018 haben wir heimische Vereine und Einrichtungen sowie unseren Schulen mit insgesamt 55.600 EUR unterstützt, so der Vorstand.
 
Geyer erinnerte auch an den Mitgliedertag in der Kemnather Mehrzweckhalle mit der A-Capella-Band „Sing-Out“. Er lud dabei bereits zum diesjährigen Mitgliedertag am Freitag, den 27. September in Grafenwöhr ein mit dem aus dem Fernsehen bekannten und erfolgreichen Mentalisten Jakob Lipp. Der Dank des gesamten Vorstands galt abschließend allen Mitarbeitern, die allesamt mit viel Engagement gearbeitet und damit entscheidenden Anteil an dem Erfolg ihrer Raiffeisenbank haben.
 
Geyers Dank galt auch den Mitgliedern und Vertretern für Ihr ehrenamtliches Engagement. Auch für das Vertrauen des Aufsichtsrates dankte er, namentlich bei dessen Aufsichtsratsvorsitzenden Hubert Kellner. Der altersbedingt ausscheidende Aufsichtsrat investierte sehr viel Zeit und Mühe in seine Aufgabe mit sehr viel Augenmaß, die Dinge voranzubringen und immer mit dem Fokus die Genossenschaft permanent positiv zu entwickeln.