Gelungene Veranstaltung mit der Union Investment

Hinter die Kulissen eines globalen Aktienfonds blicken

Kemnath (jzk) „War es vor ein paar Jahren noch so, dass Anlagenzinssätze ein schon fast tägliches Diskussionsthema mit unseren Sparern war, hat sich mittlerweile eine gewisse Ernüchterung eingestellt“ sagte Vorstandssprecher Joachim Geyer bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste in Foyer der Mehrzweckhalle. Sein besonderer Gruß galt Portfolio Manager Nobert Faller.

„Geld anlegen in Zeiten von Inflation und Niedrigzins“ war sein Thema. Dabei zeigte der Fondsmanager des größten internationalen Aktienfonds von Union Investment seinen Zuhörern intelligente Lösungen in Zeiten schwankender Märkte auf. Faller ist seit 2002 im Portfoliomanagement Aktien bei Union Investment tätig. Sein Verantwortungsbereich umfasst das Management eines Publikumsfonds und die Analyse des Basisindustriesektors. Er ist Fondmanager des größten internationalen Aktienfonds UniGobal von Union Investment. Dieser weltweit investierende Aktienfonds hat ein Fondsvolumen in Höhe von 7,6, Milliarden Euro.

Gewürzt mit einigen Anekdoten aus seiner täglichen Arbeit erläuterte Faller anschaulich, wie sich die Aktienmärkte entwickeln werden und was für einen klugen Vermögensaufbau zu beachten ist. Dabei kam ihm sein enormes Fachwissen sehr zugute.

„Die meisten Deutschen sparen, als gäbe es keine Inflation und keinen Niedrigzins“ bedauerte Faller. 2018 stiegen die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Gleichzeitig bleiben aber die Zinsen extrem niedrig. Weil die Inflation höher ist als der Zins auf Erspartes, verliert das Sparvermögen an realer Kaufkraft. „Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und die Inflation kosten deutsche Sparer Unsummen“ wusste der Finanzexperte.

Das Argument vieler Anleger, dass auf einem Sparbuch und einem Tagesgeldkonto das Geld sicher liegt und man lieber abwartet, bis die Zinsen wieder steigen, sei sehr unrealistisch, meinte er. Deutsche Sparer werden in diesem Jahr 28 Milliarden Euro wegen Inflation und Niedrigzins verlieren. Je jünger die Deutschen, desto weniger passen sie ihr Sparverhalten an die Niedrigzinsen an. Sie tendieren eher zum Sparbuch und zum Girokonto, weniger zur Aktie. Das Sparverhalten hängt aber auch weiter vom Geschlecht, vom Einkommen und von der Bildung ab. Männer favorisieren eher Aktien und Aktienfonds für die langfristige Geldanlage, während Frauen eher Sparbuch und Girokonto den Vorzug geben. Je niedriger das Einkommen, desto eher werden Sparbuch oder Girokonto bevorzugt.
„Junge Menschen sollten heutzutage nicht mehr so sparen wie ihre Großeltern“ erklärte Faller. Statt Sparbuch oder Festgeld mit minimalen Zinsen sollten Aktien erworben werden. „Monatlich einen bestimmten Betrag in eine Aktie investieren und diesen Aktienfonds laufen lassen“ war sein Rat.

Ansparpläne gibt es bereits ab 25 Euro monatlich. „Deshalb ist der Erwerb von Aktien für jedermann möglich“ meinte er.

Nach dem interessanten Vortrag des Fondsmanagers konnten die Besucher mit ihm oder mit den Beratern von der Raiffeisenbank ins Gespräch kommen und sich von kompetenter Seite gut beraten lassen.